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Dialogforum_Bologna_AG_Mobilität

geplante inhaltliche Schwerpunkte

*Förderung des Studierens im Ausland *Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienleistungen *Hochschulmarketing für MA- Studiengänge und PhD- Programme *Mobilität zwischen Bachelor und Master innerhalb Deutschlands.

Änderungsvorschläge und Position KTS

  • Mobilität zu allen Zeiten während und zwischen dem Studium fördern (In und Ausland)
  • transparentes und für jeden nachvollziehbares (uniweites) Verfahren zur Anerkennung von Studienleistungen (Anwendung Lissabon Recognition Konvention)
  • Regelungen der Lissabon Konvention ins ThürHG aufnehmen und an HS umsetzen (Anerkeenung als Kernthema)
  • Einsatz von Learning Agreements und Verantwortlichen zur unkomplizierten Anerkennung

*Problem Sprache: alle relevanten Dokumente (Infos, Ansprechpartner, Studiendokumente, Zeignisse) müssen in english verfügbar sein; Sprachkenntnisse müssen einfach anerkannt werden; ausreichendes und nacgfrageorientiertes Angebote von Sprachkursen ohne Gebühren, wobei Zertifikate und zu hohe Sprachlevelhürden abgelehnt werden *finanzielle Anreize schaffen

  • Info´s und Möglichkeiten bewerben (aktiv und transparent)

*Mobilität ins Studium einbauen *klare Ansprechpartner Praktika und Abschlussarbeiten sollten überall möglich sein

Problemsammlung

Bitte hier die bekannten Probleme für das Thesenpapier sammeln

FSU Jena

  • Anerkennung intransparent und dauert zu lange
  • Auslandsoptionen werden nicht genug beworben

TU Ilmenau

*Förderung des Studierens im Ausland englischsprachige Zeugnisse nicht möglich A-E zuordnung auf Zeugnis bei kleinen Studiengängen von 5 Leuten sinnfrei Anreize für Auslandssemester zu gering und durch engen Studienplan schlicht nicht möglich *Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienleistungen *Hochschulmarketing für MA- Studiengänge und PhD- Programme *Mobilität zwischen Bachelor und Master innerhalb Deutschlands schwierig, da Überziehung der Regelstudienzeit mindestens ein Überbrückungssemester, da Noten, Zeugnisse, etc. nicht fristgerecht feststehen *Internationalität englischsprachige Masterstudierende haben keine Ordnungen in englischer Sprache internationale Studierende finden nur schwer Pflichtpraktikumsstätten in Thüringen Studienfinanzierung sehr schwer möglich, da kein Bafög und Stipendien sehr schwer

Uni Erfurt

BU Weimar

FH Schmalkalden

FH Nordhausen

FH Jena

FH Erfurt

HfM Weimar

KTS Stellungnahme zu Mobilität

Mobilität beinhaltet nicht nur Studieren im Ausland, sondern auch an verschiedenen Hochschulstandorten im Inland, und zwar zu allen Zeiten während und zwischen dem Studium. Probleme die mit Auslandsaufenthalten zusammen hängen finden sich oft auch beim Wechsel von einer Hochschule zur anderen. Studien haben ergeben, dass drei Gründen dazu führen, dass Studierende sich vor einem Auslandsaufenthalt schrecken. Diese sind fehlender Raum/Flexibilität im Studienverlauf, fehlende finanzielle Anreize und Angst vor der Verlängerung des Studiums. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Anerkennung von Studienleistungen. Würden die im Ausland erbrachten Leistungen im vollen Umfang anerkannt werden, wären Zeitverluste im Zusammenhang mit Auslandsaufenthalten kein Problem. Zusammen mit einer flexiblen Struktur des Studiums, in dem solche Aufenthalte eingeplant sind und durch ein entsprechendes Angebot an Beratung unterstützt werden würden, würde die Mobilität sicher steigen. Freiräume im Studium entstehen z.B. dadurch dass Module mit einer Dauer von 1 Semester angelegt werden und nicht jedes Modul Vorraussetzung für ein jeweils anderes ist. Durch eine so gewonnene Flexibilität steigt das Interesse an einem Auslandsaufenthalt. Mit klar benannten und erreichbaren Ansprechpersonen, sowie einem fundierten Angebot an Informationsveranstaltungen und leicht auf findbaren Informationen (z.B. Flyer, Homepage) können die Studierenden dabei optimal unterstützt werden. Gerade für die die Auslandsmobilität spielt der Aspekt Sprache eine zentrale Rolle. Studierende aus dem Ausland finden häufig die relevanten Informationen nicht in englischer Sprache vor. Infomaterialien und Dokumente, sowie Zeugnisse müssen auch in englischer Sprache vorliegen. Dies ist auch für die Annahme an einer Hochschule im Ausland erforderlich. Durch Beratungsstellen sollten sich Studierende optimal auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten können. Sprachkurse sollten ausreichend, nachfrageorientiert und kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Beim Zugang der Studierenden, national wie auch international, sollten keine Zertifikate erforderlich sein und Sprachlevel nicht unnötig hoch gewählt werden. So ist es nicht verständlich, weshalb sechs Jahre Schulunterricht in Englisch nicht anerkannt werden und zwingend ein TOEFEL-Test abgelegt werden muss. Die Anerkennung stellt das zweite zentrale Thema bei der Mobilität dar. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass viele Leistungen anderer Hochschulen nicht anerkannt werden und die Anerkennung lange Bearbeitungszeiten mit sich bringt. Oft wissen die Studierenden auch nicht an wen sie sich wenden müssen und wie genau die Anerkennung erfolgt. Und dies obwohl bereits 1997 die Lisbon Recognition Convention unterzeichnet wurde. 2007 wurde diese Konvention, die die Regeln für Anerkennung von Studienleistungen und –abschlüssen formuliert, durch die Bundesrepublik Deutschland ratifiziert und somit zu Bundesrecht. Sie regelt unter anderem, dass das Verfahren und die Kriterien zur Anerkennung durchschaubar, einheitlich und zuverlässig angewendet werden. Bei der Anerkennung muss die Hochschule in begründeter Form angeben, welche wesentlichen Unterschiede zu der Leistung bestehen, die anerkannt werden soll, und zwar in angemessener Frist. Die korrekte Anwendung dieser und weitere Regeln der Lissabon Konvention würde die Anerkennung deutlich verbessern. Daher fordern wir das Ministerium auf einen entsprechenden Gesetzesentwurf einzubringen, der die Lissabon Konvention ins ThürHG aufnimmt, wie dies andere Bundesländer (Niedersachsen) bereits vorgemacht haben. Die Hochschulen müssen diese Regeln konsequent anwenden und damit auch ein entsprechendes Vertrauen in Lehrende an anderen Hochschulen im In- und Ausland entwickeln. Die Verwendung von Learning Agreements, wie sie dem ECTS Users Guide zu entnehmen sind, hat bereits den positiven Effekt für die Anerkennung gezeigt und sollte daher flächendeckend angewandt werden. Studierenden, die in Deutschland mobil sind, sollte auch die Anerkennung von Praktika und Abschlussarbeiten leicht gemacht werden. Teils werden außerhochschulische Abschlussarbeiten abgelehnt, obwohl es keine erkennbaren Gründe dafür gibt. Für das Hochschulmarketing, sollte unabhängig davon um welche Art von Studiengang es sich handelt, die Qualität des Programms zählen. Denn zufriedene Studierende sind das beste Marketing einer Hochschule.

dialogforum_bologna_ag_mobilitaet.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/22 15:55 (Externe Bearbeitung)