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dialogforum_bologna_ag_studiengangsstrukturen

Dialogforum_Bologna_AG_Studiengangsstrukturen

geplante inhaltliche Schwerpunkte

*Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium *Teilzeitstudium, Workloaderfassung, Einbindung von Praktika *studiengangs- und fakultätsübergreifendes Studieren *Durchlässigkeit bei fachverwandten Studiengängen *Weiterentwicklung der Lehrerbildung *Modulgrößen.

Änderungsvorschläge und Position KTS

  • Module sollten wirklich eine thematische Einheit sein, die mit einer Prüfung abgeschlossen wird, die sich an den geforderten Kompetenzen/Learning Outcomes orientiert
  • Lehre sollte studierenden-zentriert erfolgen, dazu notwendigerweise alle Modulbeschreibung kompetenzorientiert formulieren und diese daraufhin überprüfen
  • es sollten Bologna-Info-Treffen zwischen Studis, Hochschulleitung und Fakultäten stattfinden um Kommunikation auf allen Ebenen zu erreichen
  • Masterzugang sollte einfach und ohne restriktive Notenvorgabe erfolgen
  • Dokumente zeitnah ausstellen und gute Beratungen sicher stellen (auch vorläufige)
  • feste Wahlbereiche für alle
  • Studienstrukturen flexibilisieren, auch um Teilzeitstudium besser zu ermöglichen
  • einfach und schnelle Anerkennung von Studienleistungen

*Prüfungsorganisation (nicht alles muss benotet werden) *Garantie auf Master, wenn Zulassung zum Ba erfolgt ist (BA bestanden) *Bezug QS Evaluation und Studienreformkommissionen *Regelstudienzeiten sollten diese sein (Anfrage dazu an Ministerium), sollten kein restriktives Instrument sein *workload-Erhebungen *keine Überschneidungen, Freiräume schaffen (Teilzeitstudium)

Problemsammlung

Bitte hier die bekannten Probleme für das Thesenpapier sammeln

FSU Jena

  • Modulgrößen nicht immer 5 ECTS
  • Prüfungsbelastung sehr hoch, Prüfungsorganisation schlecht
  • trotz Senatsbeschluss teils Anwesenheitspflicht
  • ASPA überlastet
  • viele Verstöße gegen Prüfungsrecht
  • Kontakt HS-Leitung zu Fakultäten suboptimal
  • keine Workloaderhebungen
  • systematische Evaluation fehlt
  • nicht immer werden Studis einbezogen bei Curriculadesign und studienrelevanten Aspekten
  • Ausstellung Zeugnisse und Urkunden dauert zu lange
  • Probs beim Übergang zu Master, zu harte Noten
  • Weiterentwicklung der Lehrerbildung
    • Keine Vorrausschauende Entwicklung und Konzeption, Probleme werden erst gelöst, wenn sie entstehen, Einzelheiten werden jetzt beim Aufbau des Jenaer Modells erst geklärt und gestaltet, wenn die Studis ins jeweilige Semester kommen

TU Ilmenau

*Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium bei den Ingenieuren dauert das Bachelorstudium länger als angegebene Regelstudienzeit Übergang durch „Eignungsprüfung“ geregelt Studierende mit einem Abschluss schlechter als 3,5 haben meistens gar keine Chance eigene Studierende werden abgewiesen, FH´ler durch gute Noten müssen meist nicht mal in die Eignungsprüfung Bafög-Probleme, da Studierende nicht in der Regelstudienzeit fertig werden Gremienmitglieder werden noch später fertig, müssen aber zwei Semester vor Beendigung Tätigkeit niederlegen, um Bafögverlängerung zu erhalten

*Teilzeitstudium, Workloaderfassung, Einbindung von Praktika „Workloaderfassung“ durch ZeitLast-Projekt Teilzeitstudium faktisch nicht möglich Teilzeitstudium verursacht riesige soziale Probleme: keine Bafög-Regelung, Versicherungsprobleme Praktikum und Bachelorarbeit bei den Ingenieuren innerhalb eines Semesters vorgesehen→schwer zu realisieren studienbegleitende Fachpraktika in der vorlesungfreien Zeit durch Prüfungsbelastung nicht möglich *studiengangs- und fakultätsübergreifendes Studieren *Durchlässigkeit bei fachverwandten Studiengängen *Weiterentwicklung der Lehrerbildung *Modulgrößen meist im Umfang von 20LP **fast immer jedes Fach als Einzelwertung

Uni Erfurt

BU Weimar

  • Kontakt der Fakultäten zus HS-Leitung gut
  • Prüfungsbelastung für niedere Semester aber sehr hoch: 2 Prüfungen an einem Tag z.T. mehr als 3 Prüfungen pro Woche
  • Fachschaften werden bei Evaluierung der Studiengänge einbezogen
  • bei den Ingenieuren+Architekten dauert das Bachelorstudium i.d.R.länger als die angegebene Regelstudienzeit
  • BAfög wird ausgesetzt, wenn nicht alle Leistungen des Bachelor nach 6 Semestern vorliegen
  • bisher keine Workloaderhebungen
  • Semsterprojekt(samt Prüfungen) und Bachalorarbeit sollen parallel im letzten BA-Semester erfolgen - dies ist kaum zu schaffen, was eine Verschiebung in die Ferien oder das nächste Semester bewirkt!
  • durch das Modulkorsett ist ein fach- und fakultätsübergreifendes Studieren nicht möglich
  • Anwesenheitslisten bisher nur in einem Fach geführt - sonst eher lax gehandhabt
  • Kompetenzen werden z.T. doppelt geprüft: Baustatik in TWL und TWK; Bilanz-und Kostenrechnung in BWL und Projektmanagement, Baurecht in öffentl. Bauen und Vertragsmanagement; Wärmedurchlassberechnung von Wänden in Bauklimatik und ökol. Bauen - dies macht die Prüfungsbelastung im Bachelor unnötig hoch
  • Modulgrößen sind o.k.
  • 2 Studiengänge haben immer noch kein(e) berufene ProffessorIn
  • zum Master bewirbt mensch sich mit der Bachelo-Thesis, was i.d.R. auch klappt

FH Schmalkalden

FH Nordhausen

FH Jena

FH Erfurt

HfM Weimar

KTS Stellungnahme zu Studiengangsstrukturen

Neben strukturellen Problemen der neuen Studiengänge wollen wir darauf hinweisen, dass es eine überwiegende Zufriedenheit mit den Inhalten der Studiengänge gibt, auch wenn diese im einzelnen Studiengang daraufhin überprüft werden müssen, ob sie sinnvoll und aufeinander abgestimmt sind. Durch einen kontinuierlichen Dialog zwischen Lernenden und denen, die beim Lernen unterstützen, können vorhandene strukturelle Probleme, die zu Unzufriedenheit bei den Studierenden führen, beseitigt werden. Ein großes Problem in der Organisation der Studiengänge ist die Modularisierung. Oft werden zu viele verschiedene Themen in einem Modul zusammengefasst. Dadurch werden diese unnötig groß und dauern länger als ein Semester an. Dies schränkt sowohl die Flexibilität als auch die Mobilität ein, obwohl beides gefördert werden soll. Zudem wird die Vielfalt an möglichen Prüfungsformen nicht ausgeschöpft und die Kompetenzen eines Moduls mehrfach abgeprüft. Dies führt nicht nur für die Lernenden sondern auch für die Lehrenden zu einer Mehrbelastung. Module sollten so verändert werden, dass sie wirklich eine thematische Einheit bilden, die mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Dies bedarf einer detaillierten Auseinandersetzung mit den Zielen, also den zu erreichenden Kompetenzen, des Studienganges und dessen Teileinheiten. Modulbeschreibungen müssen als Folge aus dieser Diskussion auf ihre Formulierungen der Kompetenzen überprüft werden, denn oft wird dort der Inhalt beschrieben und nicht dass was Studierende nach Bestehen des Moduls können. Diese Umorientierung auch bekannt als shift from teaching to learning (formuliert in den Kommuniques der europäischen Bildungsminister_Innen), vollzieht einen Wechsel hin zu einer studierenden-zentrierten Lehre. Bei diesem Wechsel wird aber nicht nur der Blickwinkel auf die Studierenden und die zu erzielenden Lernergebnisse gerichtet, sondern auch die Rolle der Lehrenden als Unterstützer_Innen beim Lernprozess betont. Durch kontinuierliche gemeinsame Arbeit in Studiengangskommissionen können Module thematisch abgerundet werden und die Prüfungsform diskutiert werden. Ergriffene Maßnahmen sollten dann durch sinnvoll konzeptionierte und regelmäßige Evaluationen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Gerade Prüfungen und deren Organisation sind ein Kernproblem der Studienreform. Bilden Module eine Einheit, lässt sich dafür auch eine Prüfung finden, die sich an den Kompetenzen orientiert. Bei Prüfungen sollte die volle Palette der Möglichkeiten ausgeschöpft werden, wie z.B. mündliche Prüfungen, Klausuren, Protokolle, Essays, Referate, Fallstudien u.v.m. Es sollte auch darauf hingewirkt werden, dass nicht jedes Modul benotet wird. Die Organisation der Prüfungen sollte zudem so gewählt werden, dass eine optimale Vorbereitung möglich ist. Zurzeit kommt es an vielen Hochschulen vor, dass mehrere Prüfungen an einem Tag stattfinden, und besonders schlimm sich auch noch zeitlich überschneiden. Hinzu kommt oft eine hohe Anzahl von Prüfungen pro Woche. Dies führt zu hohem psychischem Stress bei den Studierenden. Die fachgerechte und ausreichende Studien- und Prüfungsberatung sollte zu jederzeit gewährleistet sein. Das Allgemeine Studien- und Prüfungsamt (ASPA) der FSU Jena ist aktuell vollkommen unterbesetzt. Studierende werden bereits vor Beginn der Beratungszeit abgewiesen, weil keine Termine verfügbar sind. Es entstehen Wartezeiten von mehreren Wochen um studienbedingte Beratungen zu erhalten bzw. um Probleme und Anmeldungen zu klären. Das Beratungsangebot schließt unserer Meinung nach auch Beratungen im Prüfungsrecht für Lehrende ein. Die Zahl der Widersprüche und die Zahl der Prüfungsberatungen sind in der Vergangenheit stark angestiegen, und so treten vermehrt Verstöße gegen das Prüfungsrecht zu Tage, welche i.d.R. nachteilig für Studierenden sind. Dieser Zustand muss beseitigt werden. Das Studium sollte möglichst wenige Module zeitlich verbindlich festzurren und Wahlbereiche enthalten. Diese Maßnahmen stärken die Flexibilität und erlauben den Studierenden einen individuellen Schwerpunkt und Verlauf in das Studium einzubringen. Wahlbereiche, Überschneidungsfreiheit (oft im letzten Semester nicht gegeben) und Freiräume im Studienverlauf wirken sich positiv auf die Auslandsmobilität als auch ein Teilzeitstudium auf. Dieses sollte unter Berücksichtigung der sozialen Dimension des Bologna-Prozesses weiter ausgebaut werden. Dies ist auch für die Regelstudienzeit relevant, denn Studierende studieren oft auch in Teilzeit, auch wenn Ihnen das vom Status her nicht möglich ist. Regelstudienzeiten werden dann nicht eingehalten und führen zu Problemen. Im Moment lässt sich ein Trend beobachten, dass die Regelstudienzeit nicht eingehalten werden. Dies sollte vom Ministerium und den Hochschulen überprüft und ggf. angepasst werden. Zudem lehnen wir es ab, die Regelstudienzeit als restriktives Instrument zu benutzen. Ein weiteres Problem gerade in Bezug auf den Übergang vom Bachelor zum Master ist die Ausstellung von (vorläufigen) Dokumenten. Diese Studienbescheinigungen sind für die Bewerbung auf einen Masterstudienplatz notwendig, bedürfen aktuell jedoch häufig zu lange in der Ausstellung. Dies ist auch vor dem Hintergrund des BAföG besonders relevant, da die Dokumente den Studienverlauf belegen und essentiell für die Fortzahlung der Leistung sind. Hier sollte ein Verfahren gefunden werden, bei dem dem Studierenden die benötigten Dokumente unkompliziert und schnell ausgestellt werden. Neben der Ausstellung der Dokumente sollten die Möglichkeiten und das Verfahren der Zulassung zu einem Masterstudiengang durch ein entsprechendes Beratungs- und Unterstützungsangebot erleichtert werden. Der Zugang zum Master sollte allen Studierenden, die zum Bachelorstudium zugelassen wurden und dieses bestanden haben, garantiert werden. Die von der Hochschule unternommenen Maßnahmen müssen durch eine Kommunikation auf allen Ebenen bekannt gemacht werden. Es ist bedauerlich, wenn Maßnahmen von der Hochschulleitung unternommen werden, wie z.B. an der FSU Jena die Abschaffung der Anwesenheitspflicht, diese aber wegen mangelndem Bekannt machen nicht umgesetzt wird. Dies führte jetzt sogar soweit, dass Studierende von der Prüfung ausgeschlossen wurden. Vor diesem Hintergrund sollte eine Struktur der Kommunikation an den Hochschulen etabliert werden, die den Austausch zwischen Fachbereichen, Hochschulleitung und Studierenden in regelmäßigen Abständen ermöglicht.

  • Weiterentwicklung der Lehrerbildung
    • Keine Vorrausschauende Entwicklung und Konzeption, Probleme werden erst gelöst, wenn sie entstehen, Einzelheiten werden jetzt beim Aufbau des Jenaer Modells erst geklärt und gestaltet, wenn die Studis ins jeweilige Semester kommen

Vortreffen 17.01.2011

Teilnehmer für die KTS: Janine Hofmann und Torsten Zern

Protokoll

1. Treffen 24.02.2011

Teilnehmer für die KTS: Janine Hofmann und Johannes Struzek

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