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gespra_ch_im_tmwbk_am_12.01.2010

Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

Link zu der Vergleichsansicht

gespra_ch_im_tmwbk_am_12.01.2010 [2018/11/22 15:55] (aktuell)
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 +====== Gespräch_im_TMWBK_am_12.01.2010 ======
  
 +Notizen von Mariana und Andreas (fhj):
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 +Anwesende:
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 +Christoph Matschie, Andreas Müller (pers. Referent des Ministers), Sebastian Steinecke (pers. Referent d. Staatssekretärs T. Deufel), Peter Gemmeke (Referent für Grundsatzangelegenheiten Hochschulen,​ Hochschulrecht,​ Hochschulplanung,​ Hochschulzulassung,​ Neue Steuerungsinstrumente im Hochschulbereich),​ Dr. Wolfram Eberbach (Leiter der Abteilung 4 Wissenschaft,​ Hochschulen und Forschung), Dr. Jörg Brauns (Koordinierung),​ Robert (FH-EF), Maik (FH-S), Martin (FH-S), Marco (FH-EF), Janine (FSU), Benni (TU-I), Mariana (UNI-EF), Dennis (TU-I), Nick (TU-I), Andreas (TU-I), Martin (UNI-EF), Andreas (FH-J)
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 +Tagesordnungspunkte des Hochschulgipfels am 10.02.2010:
 +  * Studieren in Thüringen + Bologna (eine Bilanz der vergangenen Jahre)
 +  * Rahmenbedingungen von Studium, Lehre und Forschung
 +  * Mitbestimmung und Mitwirkung ​
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 +Anschließend sollen weitere Gespräche zur Lösung und Klärung der Fragen stattfinden.
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 +Themen, die das Ministerium außerdem beschäftigen:​
 +  * studenischens Wohnen muss gefördert werden
 +  * Weiterentwicklung des LUBOM-Modells
 +  * Hochschulbau soll an den bundesweiten Schnitt angepasst werden um so die räumliche Situation an Thüringer Hochschulen zu entspannen
 +  * Das Marketing des Standortes Thüringen muss weiterentwickelt werden
 +    * Als wesentlicher Punkt hierfür wird die allgemeine, und nach Matschies Ansicht, nun bestehende Gebührenfreiheit genannt.
 +
 +Verwaltungskostenbeitrag:​
 +  * Auf gezielte Nachfrage wird uns bestätigt, dass diese nicht durch den Ausweichparagraphen (ehemals §14) ersetzt werden können bzw. eine entsprechende Gebührenordnung nicht durchs Ministerium kommen würde.
 +
 +Mitbestimmung:​
 +  * Man will dazu auf die Informationen aus den Evaluierungen warten.
 +  * Probleme bei der Mitbestimmung an einzelnen Hochschulen wird mit der Autonomie der Hochschulen begründet.
 +
 +Bologna:
 +  * Muss bekannter gemacht werden.
 +  * KMK macht nur wenige Vorgaben zur Umsetzung, die eigentliche Arbeit liegt bei den Hochschulen.
 +    * Sinn der ECTS-Vorgabe für Module wird hinterfragt
 +    * Die KTS betont, dass hier die Kommunikation dringend verbessert werden muss.
 +  * Hochschulautonomie:​
 +    * ist mit aktuellem Gesetz stark ausgeprägt
 +    * Es wird betont, dass die KTS bei jeglichen Wünschen die Konsequenzen bedenken muss, die sich aus der Einschränkung der Autonomie ergeben.
 +    * Die Frage wird gestellt, ob wir uns am "​schlechtest möglichen"​ Gebrauch der Autonomie orientieren möchten.
 +  * Die KTS spricht den Aspekt der Finanzen an. Durch den Verdrängungswettbewerb an den Hochschulen wird ein Misstrauen, und keine Zusammenarbeit gefördert.
 +    * Es wird argumentiert,​ dass es Planungssicherheit durch den stabilen Finanzrahmen,​ den die Ziel- und Leistungsvereinbarungen sichern, gibt.
 +  * Die KTS betont, dass die Evaluationen als zentrale Aufgabe verstanden werden sollte, und nicht hochschulintern geregelt werden darf, solange den Hochschulen nicht die nötigen Mittel für die Auswertung zur Verfügung stehen.
 +    * Dieser Punkt muss mit den Hochschulen besprochen werden.
 +    * das Ministerium kann Evaluationsprozess nicht steuern
 +  * Kompetenzen der Studierenden,​ egal an welcher Hochschule und unter welcher Credit-Angabe sie erworben wurden, sollten anerkannt werden.
 +  * Der Minister betont, dass man nicht daran arbeiten sollte, das B.A./​M.A.-System möglichst an das Diplom anzupassen, sondern den B.A. als eigenen Abschluss anzuerkennen und diese Anerkennung in die Wirtschaft zu tragen.
 +  * Bachelor muss berufsqualifizierend und "unter vernünftigen Bedingungen erlangbar sein."
 +  * es wird bezweifelt ob es sinnvoll ist wenn jeder BA den Master machen kann
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 +Finanzen:
 +  * Man steht vor den Problemen einer gegenläufigen Entwicklung von Konjunkturlage des Landes und der angekündigten Steuerpolitik der Bundesregierung.
 +  * 2010 fehlen vorr. 40 Mio € und 2011 70
 +  * Das Land will im nächsten Jahr intensiver in die frühkindliche Bildung invenstieren.
 +  * Der Kultusminister betont, dass das Land, ohne auch nur eine neue Maßnahme aufzunehmen,​ im nächsten Haushalt eine Neuverschuldung von 1Mrd. Euro zu verzeichnen hätte.
 +  * Bildungsbereich soll jedoch (auch finanziell) ernster genommen werden
 +  * LUBOM soll unter Mithilfe der Hochschulen erneut betrachtet werden.
 +    * Die Frage wird gestellt, was man als Alternative sehen würden. ​
 +    * Die Alternative jährlicher Haushaltsverhandlungen mit den HS wird abgetan
 +  * Es wird eine Verbesserung der Situation ohne den Wettbewerb in Frage gestellt
 +  * Zitat Eberbach: "Die Hochschulen bewegen sich eher wenn man ihnen eine Wurscht vor die Nase hält."​
 +  * Es wird auf den Erfolg der Exzellenzinitiativen in der Forschung hingewiesen
 +  * der Minister hätte gern mehr Steueranteile vom Bund für die Bildung
 +  * Die KTS betont, dass auch der Status der Promotionsstudenten beachtet werden muss.
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 +Teilzeitstudium:​
 +  * Ist aus Sicht Gemmekes rechtlich gegeben
 +  * Möglichkeiten für ein Teilzeitstudium müssen diskutiert werden. Der Faktor des ehrenamtlichen Engagements als Grund für ein Teilzeitstudium muss aufgenommen werden.
 +    * Auch das ist allerdings bisher Hochschulentscheidung.
 +    * Vor dem Hintergrund des "​Lebenslangen Lernens"​ soll dieser Punkt aber erneut mit den Hochschulen diskutiert werden.
 +  * Es wird betont, dass mit dem letzten Bericht der KMK zumindestens im Bereich BAFöG schon ein erster Schritt gemacht wurde.
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 +Es wird die gegenseitige Zusage gemacht, sich zukünfigt regelmäßig,​ das nächste Mal bereits im März, zu Gesprächen zu treffen.
gespra_ch_im_tmwbk_am_12.01.2010.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/22 15:55 (Externe Bearbeitung)