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Inklusives_Bauen

=StuRa FSU: Studierendenwerk Thüringen muss inklusiv bauen=

Angesicht aktueller Debatten und Pläne zum Neu- und Umbau von Wohnheimen in Jena und ganz Thüringen hat der Student_innenrat (StuRa) der FSU Jena auf Antrag des sozialpolitischen Referats folgenden Beschluss gefasst:

: “Der Student_innenrat der FSU Jena fordert das Studierendenwerk Thüringen und namentlich den Verwaltungsrat auf, bei allen Neubauprojekten sowohl beim Wohnen als auch in den Sozialbauten wie Mensen und KiTas eine inklusive Bauweise und Ausstattung vorzusehen. Dabei sollen stets Fahrstühle eingebaut und ebenerdige Zugänge (ohne Stufen) vorgesehen werden. Ferner sind Stellplätze für Kinderwagen oder Rollstühle einzuplanen.

: Bei Sanierungen im Bestand werde zumindest eine Variante der Barrierefreiheit erstellt und in die Abwägungen einbezogen.

: Es bleibt Ziel von Verhandlungen, entsprechende Förderprogramme der Gebietskörperschaften zu entwickeln und einzubeziehen, damit das Studierendenwerk sich nicht allein und zu Lasten der Studierenden dieser Aufgabe gegenüber sieht.”

Der StuRa begründet diese Forderungen damit, dass die UN-Behindertenrechtskonvention gilt als zwischenstaatliches Recht auch für Deutschland und im öffentlichen Bereich auch für das StuWe gelte. Allein mit (an sich verständlichen) Kostengründen und dem Hinweis auf einen geringen Anteil “behinderter” Studierender werde es aber abgelehnt, mehr als einen marginalen Anteil solcher Wohnungen zu schaffen oder bei Sozialbauten vorzusehen. Inklusion bedeute nach Auffassung des StuRa aber auch, dass auch Menschen mit Beeinträchtigungen Andere besuchen können, dass sie auch studierende Verwandte in diesen Wohnungen erreichen können.

Die Studierendenvertretung sieht es als grundsätzliches Ziel an, den Anteil behinderter Studierender zu erhöhen und nicht ihren geringen Anteil als Grund zu nehmen, auch weiterhin deren Belange nicht wahrzunehmen. Im Hinblick auf eine Nutzungszeit von ca.30 bis 50 Jahren müssen derartige wichtige gesellschafts- und sozialpolitische Ziele auch beim Studierendenwerk Thüringen künftig verstärkt Berücksichtigung finden.

Der Rat schlussfolgerte, dass die nötigen Mehrkosten in der Miete innerhalb des gesamten StuWe umgelegt werden können und sollen. Land/Bund/EU dürfen dabei nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden können, sondern müssen sich entsprechenden Forderungen gegenwärtig sehen.

inklusives_bauen.txt · Zuletzt geändert: 2018/11/22 15:55 (Externe Bearbeitung)